Plakat Bauindustrie, Baugewerbe
Gewerkschaft Bau-Holz
KV-Plakat
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08. April 2019

KV BAU war ein harter Brocken: Plus 3,35 Prozent

Die Verhandlungen waren vom Jahresarbeitszeitmodell NEU und dem neuen Arbeitszeitgesetz geprägt

 

Auch im Baugewerbe und in der Bauindustrie konnte sich die Gewerkschaft Bau-Holz bereits in der ersten Runde auf einen Lohnabschluss einigen. Ein 2-Jahresabschluss garantiert eine Reallohnerhöhung für 2019 mit plus 3,35 Prozent und 2020 mit plus 0,95 Prozentpunkte zusätzlich zum Wert des Verbraucherpreisindex (VPI). Die Themen 11. und 12. Stunde und die 6. Urlaubswoche wurden in eine Arbeitsgruppe ausgelagert. Weitere Verbesserungen gibt es im Rahmenrecht.

 

Verbesserungen im Rahmenrecht

 

Für das Taggeld gibt es plus 20 Cent (kleines TG), 30 Cent (mittleres TG)und 50 Cent (großes TG) pro Tag für 2019. Die gleichen Erhöhungen gelten auch für 2020. Für den Ist-Lohn gilt die Parallelverschiebung. Tunnel-Einfahrt und -Ausfahrt Bezahlung auf KV-Basis wurde vereinbart, eine klare Regelung gibt es bei der täglichen Heimfahrt mit 10 Cent pro Kilometer. Die Abgeltung beim Überbrückungsgeld wird von 35 auf 50 Prozent erhöht, Hitzefrei gilt ab 1. Mai bereits ab 32,5 Grad inkl. der Vereinbarung einer großen Aufklärungs- bzw. Infokampagne im Mai und Juni 2019. Weiters wurde vereinbart, dass die Möglichkeit einer 4-Tage-Woche mit max. 10 Stunden pro Tag und nur mit Zustimmung des Betriebsrates über eine Betriebsvereinbarung oder über eine Einzelvereinbarung möglich ist.

 

Arbeitsgruppe „Image am Bau“

 

Die Bausozialpartner setzen eine Arbeitsgruppe zur Aus- und Überarbeitung folgender Themenschwerpunkte ein:

  • Jahresarbeitszeitmodell mit dem Ziel der Reduzierung der Winterarbeitslosigkeit am Bau. Im Zuge dessen soll es auch eine Lösung für die Zuschläge auf die 11. und 12. Stunde geben.
  • Sechste Urlaubswoche
  • Vorgriff auf bestehende Abfertigungsansprüche im laufendenDienstverhältnis

 

Garantierte Reallohnerhöhung auch für 2020

 

Mit einem Plus von 0,95 Prozentpunkten auf den VPI konnte man sich auch auf einen Lohnabschluss für 2020 einigen. Damit ist für alle Beschäftigten am Bau die Sicherheit auf eine Reallohnerhöhung für die nächsten 2 Jahre gegeben.

 

Abg. z. NR Josef Muchitsch, Verhandlungsleiter: „Die Verhandlungen waren heuer ein schwerer Brocken. Wir haben einen für beide Seiten erfolgreichen Abschluss erreicht. Mit plus 3,35 Prozent schafften wir ein klares Lohnplus für 90.000 Beschäftigte am Bau. Auch für 2020 gibt es eine garantierte Reallohnerhöhung mit 0,95 Prozentpunkten über demVPI. Unsere Diskussionen waren geprägt vom neuen Arbeitszeitgesetz und einem neuen Pilotprojekt ‘Image am Bau’“

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